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Zur aktuellen Lage um die Salvador-Allende-Brücke

Die am Donnerstag erfolgte Sperrung der Salvador-Allende-Brücke hat für zahllose Fragen der Anwohner und Besucher von Köpenick gesorgt. Wir haben nachgefragt!

Um genauere Informationen aus erster Hand zu bekommen, haben wir uns bei einem Telefonat mit dem Bauleiter in der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Herrn Huhn, sachkundig gemacht. Er betonte zunächst, dass die Entscheidung über die endgültige Sperrung der Brücke nicht leichten Herzens getroffen worden sei. Natürlich werde auch gesehen, dass diese unerwartete und ungeplante Vollsperrung für den Straßenverkehr eine mittlere Katastrophe sei.

Naheliegender Weise würde man sich jetzt mit der Frage beschäftigen, ob  es Möglichkeiten einer Beschleunigung des Baus gäbe, um die Verkehrsverbindung früher wieder herzustellen. Anfang nächster Woche sollen alle Ideen dafür auf den Tisch gelegt werden. Einen kleinen Spielraum sieht Herr Huhn. Möglicherweise könnten die Bauzeiten etwas ausgeweitet werden, ohne dass die Anwohner allzu sehr in Mitleidenschaft gezogen würden. Denkbar wäre auch eine Aufstockung der Kräfte beim Stahlbau, etwa durch die Einbeziehung einer weiteren Firma oder durch den Einsatz einer höheren Anzahl von Schweißern. Das sei aber alles nicht leicht, denn die meisten Baukapazitäten wären langfristig gebunden. Der derzeitige Baufortschritt würde einige Tage hinter der Planung liegen, dies sei jedoch im Frühjahr wieder aufzuholen und daher nicht besorgniserregend.

Wir fragen nach der öffentlich diskutierten Vermutung, die derzeitigen Baumaßnahmen, könnten das Abrutschen des alten Brückensegments beschleunigt oder sogar verursacht haben. Herr Huhn ist der Meinung, dass dies grundsätzlich nicht auszuschließen sei. Angesichts der Vorschädigungen der Brücke und des Ausmaßes des sog. Betonkrebses und angesichts des schwierigen Baugrundes in Köpenick müsse mit so etwas immer gerechnet werden. Aber alle bisherigen Baumaßnahmen seien strikt nach dem Stand der Technik durchgeführt worden und Fehlerkontrollen hätten keine konkreten Baufehler aufgezeigt.

 Schließlich wollen wir wissen, ob es nun unter den eingetretenen Umständen nicht besser sei, mit dem zweiten Bauabschnitt sofort parallel zu beginnen. Auch das werde geprüft, versichert uns Herr Huhn. „Aber bitte glauben Sie mir, dass wir nicht einfach morgen gleich mit dem Abbruch beginnen können.“ Zunächst müsse u.a. eine Lösung für die zahlreichen Versorgungsleitungen gesucht werden, die in diesen Brückenteil verlegt worden sind. Natürlich werde geprüft, ob es möglich sei, diesen Bauabschnitt nunmehr vorzuziehen.  Eine solche Planungsänderung sei aber auch nicht über Nacht gemacht. Für alle daran Beteiligten habe er jedenfalls die Losung ausgegeben: „Alle Ideen sind erlaubt.“

Wünschen wir in unser aller Interesse dabei viel Erfolg.


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