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Fragestunde: Einschätzung zur Nacht der Solidarität

Die Einschätzung der Sozialsenatorin Elke Breitenbach zur Nacht der Solidarität

Abgeordnete Fuchs:
Vielen Dank Frau Präsidentin! Ich frage den Senat: Wie schätzt der Senat den Ablauf der gestrigen Nacht der Solidarität ein?

Präsidentin:
Frau Senatorin Breitenbach Bitteschön, Sie haben das Wort.

Senatorin Breitenbach:
Ich stimme dem regierenden Bürgermeister zu. Aber ich sage auch noch ein bisschen mehr dazu. Also es ist jetzt tatsächlich so, dass wir die Nacht der Solidarität so wie geplant durchführen konnten.
Darüber freue ich mich sehr!
Es gab 617 Zählbezirke und es war dann tatsächlich auch so wie uns schon vorher prognostiziert wurde: Wenn es mit Ehrenamtlichen gemacht wird, kommen nicht alle. Es war dann auch so, dass zwei Zählteams nicht losgehen konnten, weil die eben nicht die von uns festgesetzte Zahl von drei Personen hatten. Ansonsten wurde alles gezählt und es gab auch keinerlei Vorkommnisse, unangenehme Erlebnisse, das war ja auch etwas was wir nicht einschätzen konnten.
Das ist erstmal ein großer Erfolg und von daher will ich hier das auch noch einmal nutzen um mich bei all den Zählerinnen und Zählern zu bedanken, dass sie diesen Erfolg ermöglicht haben und natürlich auch bei allen anderen, die daran beteiligt waren, wie die Stadtteilzentren die ja auch geöffnet hatten oder alle Örtlichkeiten wo die Zählbüros waren und sich dann auch noch mal gekümmert haben.
Dafür ein herzliches Dankeschön! Und ich möchte mich an dieser Stelle aber auch noch einmal ganz herzlich bei Herrn Licht und seinem Team in der Senatsverwaltung bedanken, die binnen vier Monate das alles so vorbereitet haben und es finde, auch wenn es einzelne Sachen gibt, die man vielleicht jetzt noch verbessern könnte...ich finde die haben das super vorbereitet und alle Ehrenamtlichen haben auch das nochmal bestätigt und fühlten sich dadurch - glaube ich - auch noch mal gesichert in diese Nacht der Solidarität zu gehen. Auch dafür vielen Dank!
Ich habe jetzt natürlich wie sie vermutlich auch einzelne Rückmeldungen bekommen. Wir waren alle bis heute Nacht nach zwei unterwegs und ich habe jetzt natürlich keine Zahlen aber ich kann noch mal sagen neben den 617 bzw. den 615 Zählbezirken die wir hatten wurde auch noch darüber hinaus gezählt in den Notaufnahmen der Krankenhäuser.
Die S-Bahn- und die U-Bahn-Mitarbeitenden haben die Obdachlosen auf den Bahnhöfen gezählt und wir haben noch in den Einrichtungen der Kältehilfe gezählt und dort auch Interviews gemacht. Also auch da noch mal sehr viele Menschen, die sich engagiert haben und auch ihnen will ich danken.
Wir können, glaube ich, jetzt schon sagen, dass es - so die Rückmeldung - dass es bei den Teams, die auf Obdachlose gestoßen sind, das war nicht bei allen der Fall - Frau Fuchs sie gehörten zu denjenigen, die keine Obdachlosen getroffen haben, ist aber auch was schönes - aber wir können sagen, dass diejenigen, die Obdachlose getroffen haben, berichtet haben, dass es da eine große Bereitschaft gab zu erzählen und zwar mehr als diese Interview-Fragen zu beantworten. Viele waren auch sehr berührt von der Lebensgeschichte, die ihnen in dieser Nacht erzählt wurde und deshalb glaube ich, dass es auch gut war, dass wir die Entscheidung getroffen haben: Erstens, es gibt keine reißerischen Meldungen in den sozialen Netzwerken mit Bildern von dieser Zählung und von den Gesprächen und zweitens, dass wir auch gesagt haben die Presse soll bitte nicht die Zählteams begleiten, sondern die Zählerinnen und Zähler sollen mit den Obdachlosen eben auch alleine sein und mit denen reden.
Das haben wir jetzt gemacht im nächsten Schritt müssen wir uns jetzt die Zahlen genauer angucken und auswerten. Da werden wir am 7. Februar die Pressekonferenz machen und dann auch die Ergebnisse vorstellen und dann geht es natürlich auch darum, noch einmal zu gucken welche Konsequenzen ergeben sich aus diesen Zahlen, weil natürlich haben die Kritiker und Kritikerinnen auch recht: Allein durch eine Zählung gibt es keine Verbesserung. Nein, das war uns aber auch klar! Aber eine Datengrundlage ist eben auch immer die Grundlage dafür, wenn man ein Hilfesystem verbessern oder verändern möchte, dass wir darauf auch Hinweise haben und entsprechend handeln können. Das wird aber sicherlich noch ein bisschen dauern und darüber hinaus müssen wir auch noch einmal auswerten, was muss man denn bei so einer Zählung besser machen.
Das wird nicht die letzte Zählung gewesen sein; es war die erste und schon jetzt wissen wir, dass es gut und richtig war dies zu tun und von daher werden wir weitere Zählungen vorbereiten und werden dennoch gucken was wir hier besser machen können.

Präsidentin:
Vielen Dank! Frau Fuchs sie haben die Möglichkeit der Nachfrage.

Abgeordnete Fuchs:
Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Sie hatten ja schon gesagt am 7.2. werden Sie in der Pressekonferenz die Zahlen veröffentlichen. Werden dann auch die Zählerinnen und Zähler - wenn sie nicht die Pressekonferenz verfolgen - die Zahlen zur Verfügung gestellt bekommen und wenn ja, in welcher Form?
Vielleicht nach Bezirken aufgeschlüsselt oder so?

Präsidentin:
Frau Senatorin bitte.

Senatorin Breitenbach:
Also fragen sie mich jetzt nicht in welcher Form, das kann ich Ihnen nicht sagen, aber selbstverständlich. Das haben wir auch bei den Schulungen schon angekündigt. Wir verdanken diese Erkenntnisse und die Zahlen auch den vielen Zählerinnen und Zählern und deshalb werden wir unterschiedliche Dankes-Veranstaltungen machen wo wir die Ergebnisse auch noch mal vorstellen werden. Und darüber hinaus werden wir im Frühjahr eine große Fachtagung machen, wo wir eben auch alles nochmal auswerten werden - auch in Workshops.
Da haben wir aber noch keinen genauen Termin, aber wir wissen es wird im Frühjahr sein.

Fragestunde: Nacht der Solidarität

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